Warum es erst gut werden kann, wenn es unbequem wird
Das 3 Zonen-Modell von Judith Bardwick besagt, dass Lernen erst ausserhalb der Komfortzone möglich ist. Die amerikanische Psychiaterin beschreibt drei Bereiche, in denen sich ein Mensch bewegt, der sich verändert:
1. Komfortzone
Hier fühlen wir uns wohl, geborgen und sicher. Hier kennen wir uns aus, alles geht seinen „gewohnten Gang“. Wir wissen, was auf uns zukommt und kennen unsere Fähigkeiten, Stärken und Grenzen. Es fällt uns leicht, die Aufgaben in der Komfortzone zu bewältigen, weil wir darin Übung haben. Alltägliche Routinen geben uns (Selbst-)Sicherheit. In der Komfortzone überrascht uns eigentlich selten etwas.
Auf der anderen Seite führt dieser Zustand dazu, dass wir bequem werden. Viele machen „Dienst nach Vorschrift“ und erwarten sich in beruflicher Hinsicht nichts Neues mehr. Kreativität und Innovationsgeist bleiben häufig auf der Strecke, weil neue Impulse, Motivation und Inspirationen fehlen.
Der Killer für Menschen und Unternehmen, die etwas bewegen wollen – oder in Zeiten des Wandels agil agieren müssen.
2. Lernzone
Dieser Bereich wird auch Entwicklungs- oder Wachstumszone genannt. Er beginnt, sobald wir die Komfortzone verlassen. Wir betreten unbekanntes Terrain, verlassen unsere bekannten Routinen und entdecken Neues. Das sorgt einerseits für Unbehagen und Unsicherheit, führt jedoch auch dazu, dass wir unsere persönliche Entwicklung in Gang setzen.
Wie groß die persönliche Komfortzone ist und wo die Entwicklungszone anfängt, ist höchst individuell. Doch nur wer sich vorwagt, kann neue Erfahrungen machen, kann sich weiterentwickeln und persönlich wachsen. Die Lernzone ist unbequem. Es erfordert Mut und Disziplin, sich hineinzuwagen und den inneren Schweinehund zu bewältigen. Doch es lohnt sich. Denn in der Wachstumszone werden unsere Potenziale frei.
3. Panikzone
Ist der Schritt aus der Komfortzone zu groß, landet man in der Panikzone. Das führt zu einer Überforderung, die sich auch in psychischen Symptomen wie Schweißausbrüchen und Zittern bis hin zu Panikattacken zeigen kann. Wir verlieren unsere Kontrolle und gelangen in eine Negativspirale, aus der wir schnellstmöglich wieder einen großen Schritt zurück in die Komfortzone machen sollten!
In der Panikzone kann keine positive Entwicklung stattfinden. Wir müssen uns genau anschauen, was die Überforderung verursacht und an verschiedenen Rädchen drehen. Klar ist: Wer zu lange in der Panikzone bleibt, riskiert längerfristige Schäden für Körper und Geist.
Was heißt das?
In meinen Coachings begleite ich Sie dabei, den Schritt von der Komfort- in die Lernzone zu gehen, wir setzen gemeinsam Ziel und Themen fest und schauen uns an, welche Gründe/Glaubenssätze Sie gegebenenfalls daran hindern, Ihre Komfortzone zu verlassen. Glauben Sie mir: Es fühlt sich SO gut an, seinen inneren Schweinehund überwunden zu haben und diesen Erfolg feiern zu können!
Ist der Schritt, den Sie wagen möchten, vielleicht zu groß und Sie laufen Gefahr, in der Panikzone zu landen? Oder befinden sich bereits darin? Ich habe einen geschulten Blick und erkenne, wann Sie besser einen Schritt zurückmachen sollten. Gerade wenn Menschen sehr ehrgeizig sind und sich ungern eine falsche Entscheidung eingestehen können, ist mein Blick „von Außen“ ein wichtiges Korrektiv.
